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Füchse
im Wildpark | Biber| Futterenrichment|
Artgerecht |
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Füchse im Wildpark
Rotfüchse gehören zu den häufigsten Wildtieren in Europa. In Städten
und Agglomerationen leben sie sogar in nächster Nachbarschaft zum
Menschen. Die Haltung von Füchsen im Wildpark Langenberg soll
es der Bevölkerung ermöglichen, diese unbekannten Nachbarn selber
zu beobachten und sich über sie zu informieren. Füchse in Gefangenschaft
sind sehr scheu und störungsempfindlich, weshalb nur wenige Wildparks
und Zoos Füchse halten, meist mit unbefriedigendem Ergebnis (Stereotypien).
Ein im Wildpark
Langenberg von uns durchgeführtes Pilotprojekt zeigt, dass eine
artgerechte Haltung von Füchsen möglich ist. Im laufenden Hauptprojekt
werden nun im Detail die Bedingungen für eine solche Haltung untersucht.
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Medienorientierung von Grün Stadt Zürich GSZ, Zürcher
Tierschutz ZT und SWILD vom 6. August 2003
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Vier Biber und zwei Dämme
Seit dem Frühjahr 2005 beherbergt der Wildpark Langenberg im neuen,
naturnahen Bibergehege an der Sihl eine vierköpfige Biberfamilie.
Da die Tiere nur nachts aktiv sind, untersuchten wir, wie diese nächtliche
Aktivität aussieht. Die Aufnahmen mit einer Infrarot-Kamera im Herbst
2005 verrieten uns, dass sich die Tiere "bibermässig" verhielten.
In der Abenddämmerung tauchten sie auf, waren während der ganzen Nacht
aktiv und mit der Morgendämmerung verschwanden sie wieder in ihren
Bauen. Während der Aktivitätsphase wurde zuerst einmal gefressen und
anschliessend fleissig an zwei Dämmen, die den Bach stauten, gebaut
und geflickt. Wiederholt unterbrachen sie den Dammbau, um einen stärkenden
Blätterast zu verspeisen. Die Momentaufnahme zeigte uns, dass die
Anlage durchaus artgerecht angelegt ist. Einige Aspekte müssen aber
überdacht werden, damit die Biber für die Besuchenden auch erlebbar
werden. |
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Kistler, C. (2005): Die Aktivität von Bibern im Wildpark Langenberg.
Eine Pilotstudie. |
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Futter"enrichment"
Füchse fressen alles, was ihnen unter die Nase kommt, nehmen aber
nur kleine Mengen aufs Mal zu sich. Um diesen Eigenheiten mit der
Fütterung gerecht zu werden, haben wir im provisorischen Fuchsgehege
des Wildparks Langenberg einen batteriebetriebenen Futterdispenser
installiert. Den ursprünglich für Wildschweine entwickelten Futterautomaten
haben wir derart umgebaut, dass er für eine artgerechte Fütterung
von Füchse geeignet ist. In der blauen Tonne befindet sich ein Gefäss,
das mit einer Mischung aus verschiedenen Nüssen und Sonnenblumenkernen
gefüllt werden kann. Mittels eines Portionierers fällt eine bestimmte
Menge des Futters auf einen sich rasant drehenden Teller und wird
so im Gehege verspritzt. Mit dieser durch eine Zeituhr (schwarzer
Teil) gesteuerten Vorrichtung können mehrere Fütterungen über den
Tag verteilt automatisch ausgelöst werden. Zusammen mit anderen Fütterungstechniken
können wir erreichen, dass die Füchse sich zum einen ausgiebig mit
der Futtersuche beschäftigen und zum andern das Geschehen im Gehege
aufmerksam verfolgen müssen. |
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Artgerechte Haltung von Hühnern und Kaninchen
Seit geraumer Zeit bereichert eine Schar Appenzeller Spitzenhaubenhühner
- eine ProSpecieRara Rasse - den Alltag der SeniorInnen des Seniorenzentrums
Wiesengrund in Winterthur. Nun, beim Umbau 2006 im Zentrum, bekommen
auch die Wiesengrund-Hühner ein neues, vergrössertes Gehege. Wir haben
ein Konzept erarbeitet, in dem aufgezeigt wird, was die Anforderungen
an eine artgerechte Haltung von Hühnern sowie Kaninchen sind. Von
einer Kaninchenhaltung wird abgesehen im Seniorenzentrum Wiesengrund,
da eine Freilandhaltung zu aufwändig ist. Für die Einrichtung des
neuen Hühnergeheges steht in Sichtweite der Cafeteria ein schönes
Stück Wiese mit angrenzendem Baumbestand zur Verfügung. Auf diesem
Areal lassen sich ein geräumiger Stall und ein gedeckter Aussenklimabereich
einrichten. Letzterer ist in Zeiten der Vogelgrippe nötig, kann aber
von den Hühnern auch im Winter und bei schlechter Witterung zum Scharren
und Picken genutzt werden. Der gut strukturierte Grünauslauf soll
der neugierigen Hühnerschar viel Bewegungsraum und Abwechslung bieten.
Die Anlage wird für die BewohnerInnen des Seniorenzentrums begehbar
sein. So können sie die Mensch-Tier Beziehung pflegen und das tägliche
Ritual des Semmeli-Fütterns weiterführen.
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