Grosse Abendsegler
in Altholzinseln
Die Fledermausart Grosser Abendsegler überwintert bei uns in Gruppen
mit bis zu mehreren hundert Tieren in Baumhöhlen oder Hohlräumen
von Fassaden. Immer wieder werden Bäume mit solchen Überwinterungsquartieren
gefällt, wobei oft die Mehrheit der Tiere umkommt. Als Teil eines
Artenschutzprojektes haben wir für das Forstamt und das Gartenbauamt
Zürich (heute Grün
Stadt Zürich) abgeklärt, ob die Quartiere dieser Fledermausart
identifiziert werden können. Unsere Untersuchungen zeigten, dass
Überwinterungsquartiere vor allem in Eichen und anderen Laubbaumarten
in Altholzbeständen zu finden sind. Da die Abendsegler keine Präferenzen
bei der Auswahl von Spechthöhlen zeigten, ist mit einer Förderung
der höhlenbauenden Spechte auch den Grossen Abendseglern geholfen.
Vernetzung entlang
des Wassers
Lebensräume sind immer häufiger voneinander isoliert und viele Pflanzen-
und Tierarten sind zunehmend auf eine Lebensraumvernetzung angewiesen,
damit der Austausch zwischen den Populationen gewährleistet ist. Das
untere Limmatgebiet in der Stadt Zürich ist von der Stadtentwicklung
geprägt. Es bietet aber auch einen einzigartigen Lebensraum für verschiedene
bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel für die Sandschrecke
oder die Mauereidechse. Im Auftrag von Grün Stadt Zürich arbeiten
wir an einem Aufwertungskonzept, das den Limmatraum unter Einbezug
von Lebensraum-Trittsteinen und Korridoren an naturnahem Leben bereichern
soll.